Über die Autorin


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild Sabine 1 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Persönliche Notizen:

 

Gemeinsam mit den Mitbewohnern ihrer Hausgemeinschaft & ihrem Hund lebt Sabine Marya in einem alten Haus, mit Blick auf die Marsch - eine wunderbare Aussicht auf die Weite Nordfrieslands, bis hinaus zum Horizont...

 

Sabine Marya engagiert sich gegen Missbrauch und gegen Gewalt gegen Kinder. Engagiert fordert sie Maßnahmen in unserer Gesellschaft zu Prävention und Ächtung von Gewalt und zum besseren Schutz von Kindern und für ein besseres Leben von Überlebenden. Zusätzlich engagiert sie sich für bessere Pflegebedingungen, für die Pflegenden und für die zu Pflegenden.

Sabine Marya ist Mitglied im Pflegeselbsthilfeverband http://www.pflege-shv.de und in der Deutschen Gesellschaft für Humanes Sterben www.dghs.de.

 

 

"Schreiben ist Lebensruf" - eine kurze Vorstellung zur Autorin: Sabine Marya wurde 1962 geboren und begann bereits in der Schulzeit mit dem Schreiben. Schon da galt für sie, was auch heute noch gilt:
"Schreiben ist Lebensruf."

Über das Lesen sagt Sabine Marya: "Ebenso wichtig wie das Schreiben ist mir das Lesen von Büchern, es ist wie das Schreiben Teil meines Lebens und Seins. Es gibt Autoren, die ich bewundere: Simone de Beauvoir, Sartre, Brecht, Goethe, Shakespeare, Doris Lessing,  Solschenizyn, Lem, Highsmith, Rendell, Tolkien, Herrmann Hesse, E. Kübler- Ross, Bradbury, Böll -  und ich bewundere die Werke der großen Philosophen wie Platon, Descartes, Kant, Kierkegaard, Freud, Jung. Und es gibt Autoren, deren Bücher ich liebe: V. Woolf (v.a. "die Wellen"), Astrid Lindgren, Salinger, Michael Ende, Wally Lamb, Juri Rytcheu, A.A. Milne, Noelle Chatelet, Maxi Wander, Thoreau (über sein Buch „Walden“ sagte Herrmann Hesse: „Die amerikanische Literatur, so kühn und großartig sie ist, hat kein schöneres und tieferes Buch vorzuweisen.“), ganz besonders liebe ich die Lyrik von Mascha Kaléko und von Rilke."

1983 zog Sabine Marya nach Föhr. Nach der Veröffentlichung ihres ersten Buches folgte eine kurze Zeit als freie Mitarbeiterin bei der Inselzeitung "Inselbote". Mit dieser Insel fühlt sie sich noch heute sehr verbunden. Dort begann sie mit Aquarell- und Seidenmalerei und Ausdrucksmalen. Ihre Bilder verkaufte sie auf dem Kleinkunstmarkt Oevenum / Föhr und im "Schwalbennest" in Wyk/ Föhr bis zu ihrem Umzug auf das nordfriesische Festland im August 1994. Im November 2000 wurden in einer Gemeinschaftsausstellung Bilder von ihr im Husumer Rathaus ausgestellt. Anfang 2005 begann Sabine Marya das Ausdrucks - Gestalten mit Ton. Sabine Maryas Kunst- Favouriten: Frida Kahlo & Chagall & die ungemalten Bilder von Nolde

Bild Sabine 2

 

Ton Sabine 2

 

Sabine Marya zum  SCHREIBEN:

"Schreiben ist Lebensruf - Wege ins Leben"

Wenn der Drang zu schreiben so wichtig ist wie das Stillen des Bedürfnisses zu essen und zu trinken...

Wenn Bücher einfach so zu einem kommen und geschrieben werden wollen, um im Kopf Platz zu machen für das nächste Buch...

Wenn Schreiben bedeutet, lebendig zu sein und zu leben...

Wenn Schreiben einen großen Teil des Seins ausmacht...

Dann ist Schreiben Lebensruf!

Manchmal werde ich gefragt: „Warum dieses Buch? Und warum keinen Harry Potter?“

Meine einfachste Antwort wäre: „Das Buch und die Worte waren auf einmal da, in mir, ich musste es einfach schreiben.“

Natürlich ist das keine Antwort, die wirklich viele Menschen zufrieden stellt. Es klingt zu einfach! Man muss sich doch erst einmal hinsetzen und sich eine Buchidee entwickeln und dann anfangen, sich das Buch zu erarbeiten. Autoren reden von Schreibblockaden und anstrengenden Nächten, in denen sie eine Szene zur Verzweiflung bringt, während ich aufwache, nach meinem Heft und meinem Füller greife und zu schreiben beginne. Die Worte fließen aus mir heraus, auf Papier, mit einer Leichtigkeit, die ich mir selber kaum erklären kann. Es ist einfach alles da. Und so schreibe ich meine Bücher, die mich dabei vergessen lassen, was mich selber gerade plagt und an mir nagt. Ich tauche hinein in den Text und schreibe.

Manchmal wünsche ich mir einen Sekretär, der meine Schrift entziffern und dann alles in den PC eingeben kann, der dann meine Korrekturen eintippt, diese schwer leserlichen Handnotizen im ausgedruckten Manuskript,  damit ich frei bin von dieser lästigen Tipparbeit, denn im Hinterkopf wartet bereits die nächste Idee darauf, zu Papier gebracht zu werden.

Ich schreibe, also lebe ich?

Geschichten, Gedichte, Romane, Krimis, Kinderbücher, Briefe, Erzählungen, Selbsthilfebücher, Sachbücher, Heilungsbücher...

Es ist alles da, irgendwo... Ich muss es „nur“  noch abholen und zu Papier bringen. Und mit dem beschriebenen Papier in der Hand dann entscheiden, ob ich dies veröffentlichen möchte oder ob es das einzigartige Geschenk an eine einzelne Person bleibt oder ein Text, geschrieben just for fun. Manches fertig geschriebene Manuskript wandert hinterher einfach in meine Kiste. Vielleicht wird das eine oder andere irgendwann wieder von mir hervor geholt mit der Überlegung, es vielleicht doch zu veröffentlichen, aber meistens ist es nicht wirklich wichtig, für mich, für andere.

Es hat nicht diese Wichtigkeit wie jene von mir geschriebenen Bücher, von denen ich weiß, dass es meine Pflicht ist, mich anschließend um ihre Veröffentlichung zu kümmern. Das sind diese Bücher, die manchen Menschen Wege ins Leben aufzeigen können. Selbsthilfe- und Heilungsbücher.  Bücher, die Mut geben können oder Hoffnung auf ein Licht in der Dunkelheit. Bücher, die ein Lichtlein sein können in der Dunkelheit oder ein Helfer in der Isolation.

Hier habe ich etwas weiter zu geben, von meinem Wissen und von meinen beruflichen und persönlichen Erfahrungen. Und von dem, was mir andere erzählt haben, Frauen und Männer und Kinder. Diese Erfahrungen und dieses Wissen sind ein großer Schatz, den ich zu teilen habe.

Eine weise Frau hat einmal zu mir gesagt: „Du hast dieses Talent mit bekommen zu schreiben und anderen Menschen damit etwas zu geben und ihnen so zu helfen auf ihrem Weg in ein besseres Leben! Es ist deine Pflicht, dieses Talent zu nutzen und es einzusetzen zum Wohle anderer Menschen.“

Ihre Worte haben mich sehr berührt. Sie haben mir einen Sinn aufgezeigt, hier auf dieser Erde zu sein. Und einen Weg, Spuren zu hinterlassen...

Ich spüre seitdem, dass es meine Pflicht ist, diese Bücher zu veröffentlichen, und die Briefe an mich zeigen mir immer wieder, dass es der richtige Weg war und ist. Mein Erfolg ist es nicht, oben auf der Bestsellerliste zu stehen. Mein Erfolg ist es, von Leserinnen und Lesern zu erfahren, dass meine Bücher ihnen Kraft und Mut gegeben haben und ihnen Wege ins Leben aufgezeigt haben und dass sie dankbar sind, für diese Bücher. Mein Erfolg ist es, von ihnen Briefe zu bekommen, die mich zutiefst berühren und mich dankbar sein lassen dafür, dass dieses Buch zu mir gekommen ist, um geschrieben und veröffentlicht zu werden. Und die mir helfen, Abstand zu bekommen zu denen, die sich gegen Bücher wie diese stellen: Bücher gegen sexuelle Gewalt, Bücher für Menschen mit multipler Persönlichkeit, Bücher, die Tabuthemen aufgreifen und Partei ergreifen, für Überlebende.

Immer mal wieder denke ich: “Ich möchte als nächstes etwas ganz anderes machen!“ Doch dann kommt wieder kein Harry Potter zu mir geflogen, sondern z.B. ein Heilungsbuch für Menschen, die sich selber verletzen und für die Menschen, die sie begleiten. Also  wieder ein Tabuthema, wieder ein Außenseiterbuch...

Ich nehme die Bücher an, die zu mir kommen. Offensichtlich ist es mein Weg.

Und diese Bücher zu schreiben und geschrieben und veröffentlicht zu haben ist einer meiner Wege, selber am Leben teilzuhaben und zu leben und zu sein.

 

Ton Sabine 1

 

 

bisher veröffentlichte Bücher:

1993 : "Wie ein Schrei in der Stille" ( Fischer Taschenbuch- Verlag), "emotional aufwühlender Roman um einen Jungen, der sich zunehmend in eine Psychose hineinsteigert und um seine verzweifelte Mutter, die nicht imstande ist, ihm zu helfen."

1999: "Schmetterlingsfrauen" (Verlag Frauenoffensive): "Das erste Selbsthilfebuch für Frauen mit multipler Persönlichkeit und gleichzeitig eine einzigartige Dokumentation der Lebenssituation dieser Frauen."

2001: "Wenn sich der Nebel lichtet- Frauen erleben und überleben Depression" (Verlag Frauenoffensive), Sachbuch

Sommer 05: "Pflege hat viele Gesichter, ein Selbsthilfebuch für beruflich und privat Pflegende", ( autorenverlag artep).

Oktober 05:   "Hand in Hand"  - Selbsthilfebuch für FreundInnen, PartnerInnen, unterstützende Angehörige und BegleiterInnen von Frauen mit multipler Persönlichkeit . Die Einnahmen für dieses Buch gehen an den Frauennotruf Nordfriesland. Dieses Buch wird in überarbeiteter Fassung November 09 im Donny Stieven- Verlag erscheinen.

Februar 06: "Schmetterlingsflügel - eine Sterbebegleitung", Erzählung, (Engelsdorfer Verlag)

Februar 2006: "Lebenslänglich! - Überlebende von Vergewaltigung schreien auf", Anthologie, ein Gemeinschaftsprojekt von Sabine Marya (Hrsgb.) und Lina, einer Überlebenden von Vergewaltigung. Die Einnahmen für dieses Buchprojekt fließen in das "Bittere-Tränen-Projekt" im Lumen-Verlag.

April 06: Das Regenbogenland- Buch, ein Kinderbuch für Innenkinder gemeinsam mit Didi Lindewald

 

Mai 2006: "Tote schweigen", Nordfriesland - Krimi, (LumenVerlag) der Auftakt zu einer Krimireihe mit der Kommissarin Merle Rickmers.

September 06: " Rote Tränen, ein Heilungs - Buch zum Thema SVV (Engelsdorfer Verlag)

Oktober 07: Jugend- Fantasy- Roman EIS - ZEIT im Lumenverlag und Ende 07 das gemeinsam mit Didi Lindewald gestaltete Buch "Lyrische Melancholie, Texte & Bilder".

Februar 08: das mit Didi Lindewald gemeinsam gestaltete Buch "Lichtreiter, ein Buch für Innenjugendliche" im Engelsdorfer Verlag.

Mitte September 08 erschien das mit Didi Lindewald gemeinsam gestaltete Traunerbgleit - Buch " Sternengrüße, eine Trauerreise - Trauer erleben und überwinden", mit zahlreichen Beiträgen verschiedener Autoren.

Mai 09 erschien der neue Husumkrimi "Schattenmonster". Ein neues Buch aus der Nordfriesland - Krimireihe ist in Arbeit: "Lamm- Zeit"

Anfang November 09 erschien das gemeinsam mit  Didi Lindewald und Sabine Marya gestaltete Buch: "Auf der Suche nach Weihnachten, eine Reise für große und kleine Menschen, die Weihnachten für sich entdecken möchten" - ein kreativer Adventskalender und ein hilfreicher Begleiter in der Advents- und Weihnachtszeit.

Am 25.11.09 erschien in überarbeiteter Neuauflage mit Bildern von Didi Lindewald im AF - Verlag "Hand in Hand, ein Selbsthilfebuch für Unterstützer, Begleiter, Freunde und Partner von Menschen mit multipler Persönlichkeit"

Außerdem hat die Autorin Texte in verschiedenen Zeitschriften, z.B. im "Brückenschlag" (Paranus - Verlag) und in Anthologien veröffentlicht, z.B.:   September 2005 im Artep- Verlag ein Text in der Anthologie "Glück zu verschenken";  Frühjahr 06 "Denkanstösse" (Autoren- Federverlag), Sommer 07: "Mörderische Geschichten aus Nordfriesland", hin und wieder in Anthologien mit Manfred Wrobel & Sabine Fenner als Herausgeber sowie gelegentlich in Anthologien im Lumen- Verlag. Sie engagierte sich für das  "Bittere Tränen- Magazin" und steuerte ab und zu Artikel bei zum "Mosaik", dem Magazin des Lumen- Verlages. Bis Mai 2010 beteiligte sie sich  bei "Lit- News", dem Autorenmagazin des Autorenfeder- Verlages.

Für ihr Buch "Der erste Flügelschlag - Abschied von einer Freundin" (eine Erzählung zum Thema Sterbehilfe) ist die Autorin auf Verlagssuche.

Zur Zeit arbeitet Sabine Marya an keinem neuen Buch für die Öffentlichkeit, sondern legt ihren Schwerpunkt darauf, Autoren auf ihrem Weg zu begleiten, aus ihrem Rohmanuskript ein Buch zu machen. Diese Arbeit bietet sie Autoren an im Tausch gegen Außenarbeiten bei sich am Haus oder gegen Naturalien von ihrer Wunschliste. Interessierte Autoren dürfen sich gerne per mail an die Autorin wenden: sabine @ marya. de (Spamschutz, bitte abschreiben)

weitere Infos zu den Büchern unter:

- erscheinende Bücher

- veröffentlichte Bücher

 

 

 

 

Awardverleihungen

 

Unser erster Lumen-AWARD wurde verliehen...
 
 
von Lumen Verlag am 01 Feb. 2006

Unsere erste LUMEN-Award-Verleihung hat stattgefunden! Dieser wird der Autorin und Herausgeberin, Sabine Marya, für Ihre Verdienste hiermit virtuell überreicht.

Durch ihre Arbeit schuf sie eine Verständigung zwischen Menschen, die Missbrauch erlebt haben, betroffen sind und sich mit den Folgen auseinandersetzen. Ihre Bücher machen Mut, decken und klären auf.

Sie setzt sich wohltätig für Mitautoren ein, schreibt Rezensionen und betreibt online Werbung in Foren und auf anderen wichtigen informativen Seiten.

Sie trägt ihr Herz an der richtigen Stelle und scheut sich nicht vor Unanehmlichkeiten, die das Leben mit sich bringen kann, wenn man sich mit brisante Themen und Menschen auseinandersetzt - oder leider auch setzen muss.

Dieser Award beinhaltet vor allem ein hohes Maß an Menschlichkeit, sich für andere einzusetzen und sich selber dabei nicht aus der eigenen Mitte zu verlieren.

Möge er ein Andenken sein für jeden, der ihn hier erhält, dass jeder von uns auf seine Weise wertvoll ist und dass jeder Träger dazu beigetragen hat, dass andere Menschen wieder Hoffnung haben.

Wir gratulieren Sabine Marya!

Ihr Lumen Team

 


Awardverleihung Freundeskreis Krebs am 8.2.06

 Sehr geehrte Sabine Marya!

Was ich hier zu lesen bekam, verdient meinen Respekt und meine größte Bewunderung für ihr Engagement.

Aus diesen Grund bitte ich Sie, unseren Award für besondere Leistungen für Menschen, die Hilfe bedürfen, entgegenzunehmen. Dieser befindet sich im Anhang.

                                Ein kleines Gedicht

In einem Winkel der Welt kauerte verbissen,
trotzig und freudlos eine dicke, schauerliche
Finsternis.
Plötzlich erschien in dieser Not ein kleines Licht,
klein, aber ein Licht.
Jemand hatte es hingestellt.
Es war einfach da und leuchtete.
Einer, der vorüberging, meinte: "Du ständest
besser woanders als in diesem abgelegenen
Winkel."
"Warum?" fragte das Licht. "Ich leuchte, weil ich
Licht bin, und weil ich leuchte bin ich Licht.
Ich leuchte nicht, um gesehen zu werden, nein, ich
leuchte, weil es mir Freude macht, Licht zu sein."
Aber die düstere Finsternis ging zähneknirschend
und wütend gegen das Licht an.
Und doch war die ganze große Finsternis

machtlos gegen diese winzige Licht.

Mit freundlichem Gruß und Dankbarkeit

Wolfgang Horst

http://www.freundeskreiskrebs.de

 

 

 

ein Einblick in meine  Gedichte:

Copyright (c) by Sabine Marya

 

 

Nordfriesischer Herbst

„Ich bin heute infektiös!“
Summe ich, wenn auch nicht grad melodiös.
Mit heißem Tee krieche ich zurück ins Bett,
Mach' es mir da jetzt so richtig nett.

Während Stürme an den Fenstern rütteln
Und dabei auch gleich das letzte Laub abschütteln.
Nasses Grau durchzieht die Luft.
Und überall riecht es leicht nach Gruft.

Frau Brodersen von gegenüber
Holt im peitschenden Regen die Eier rüber.
Ein solches Wetter darf sie nicht erschüttern,
Denn die Hühner brauchen sie zum Füttern.

Mein Nachbar erspart sich heut´ die Hantel.
Eingehüllt im Regenmantel
Stapelt er das Feuerholz an den Wänden,
Und der Sturm zerrt dabei an seinen Händen.

Und Elfriede vom Hof nebenan,
Der schon gestern der Regen in den Rücken rann,
Keucht und hustet vor sich hin,
Doch das Vieh, das muss nach drin.

Erleichtert lehne ich mich zurück in die Kissen.
Eine kleine Poetin wird man heut' nicht vermissen.
Und so genieße ich es im Bett, ganz glamourös.
Denn ich bin heute infektiös.


 

Ohne Abschied

Auf leisen Sohlen
Hat sich mein Herbst davon gestohlen.
An seiner Stelle hat sich - unbegrüßt -
Der Winter über das flache Land gelegt.

Ein kalter Wind aus Norden
Jagt schwarze Wolken durch die Nacht.
Fröstelnd sitze ich vor dem erkalteten Kamin.
Während Eis stumm rote Blätter überzieht.

 

 

 

Kontaktanzeigen und ihre Tücken -   (für einen junggebliebenen Mann)

 

Neulich, an einem schönen Septembertag,

so, wie ich das Wetter hier wirklich mag,

klarer Himmel und Sonnenschein,

leichter Wind und Temperaturen so fein,

dass ich auf meiner Gartenschaukel sitzen kann,

blätterte ich in der Zeitung, just for fun.

 

Wie schon meine Großmutter vor vielen Jahren,

vielleicht um ihr Andenken mir zu bewahren?,

ignorierte auch ich die Todesanzeigen

und ließ mich ein auf den aktuellen Kontaktanzeigen- Reigen.

„Er sucht sie“ und „Sie sucht ihn“.

Und was es zu Omas Zeiten noch nicht gab: „Er sucht ihn“.

 

Anspruchlose Lektüre, die mich wundersam entspannt:

Die fantastische Frau, von allen verkannt.

Der einsame Herr, im Jammertal.

Die enttäusche Frau, mit ihrer Qual.

Immer wieder eröffnet sich wie bei Rosamunde tiefstes Leid.

Doch mancher dort trägt auch Maske und ein falsches Kleid.

 

Der Prahle- Held, der arme Tropf,

jeder Deckel sucht hier seinen Topf.

Zu jedem könnt ich ein Gedichtlein schreiben,

um mir ein wenig die Zeit zu vertreiben.

Oder wie meine Großmutter darüber witzeln

und die lustigsten mir ankritzeln.

 

Doch an jenem Septembertag auf meiner Schaukel

war plötzlich Schluss mit dem fröhlichen Gegaukel!

 

„Gibt’s doch nicht!“, dacht ich verdutzt.

„Ein Mann, der auch mein Schönes für sich nutzt?

Ein Mann von 54 Jahren,

der sich nicht scheut vor den Gefahren,

die eine Frau ab 45 mit sich bringt?“

Es war so, als ob er zu mir winkt!

 

Es impulste aus mir heraus,

juckte wie im Fell die Laus:

Schreib dem junggebliebenen Mann!

Und da trabte auch schon die Sehnsucht an.

Ich sah uns bereits zu zweit am Wasser gehen

Oder „Harald und Maud“ gemeinsam sehen.

 

Doch keine Angst, Ihr lieben Leut’!

Wir stecken nicht im Märchen, es ist heut.

Der Jüngling sucht eine Frau aus seinem Reich.

Und keine Nordische hinterm Deich.

Aus der Blick auf ferne Eventualitäten.

Stellen wir uns wieder den Realitäten!

 

Vertreiben wir uns also die Tage wie gewohnt,

während der Jüngling in der Ferne thront.

Die Marschvögel rufen mich zu einer Tour auf dem Rad.

Austernfischer grüßen aus dem Watt.

Wildgänse ziehen bald nach Süden.

Und ich finde mal wieder beim Schreiben meinen Frieden.

 

Vielleicht sollte ich jedoch bei einem nächsten Mal,

für ein Blättern durch die Zeitung ohne Qual,

mich beschränken auf die Todesanzeigen.

Das verhindert so manchen Sehnsuchtsreigen.

Schwarzumrandetes, an Stelle von Kontaktgeschäume,

garantiert: kein Davonfliegen mehr, in rosarote Träume.

 

 

Weinen am Deich  

Es tut gut,
am Deich zu sein
und zu weinen.

Es tut gut,
wenn es stürmt und regnet und
sich die Tränen

mit dem peitschenden Regen mischen.

Es tut gut,
wenn ein eisiger Wind 
die Tränen in ein kühles Nass verwandelt und 
die Gesichtshaut zu schmerzen beginnt.


Es tut gut,
wenn die Sonne scheint und
eine leichte Brise das Gesicht zärtlich streichelt und
die Tränen dabei trocknet.

Es tut gut,
am Deich zu SEIN
und zu weinen...

 

 

 

Pflege hat viele Gesichter - pflegende Mütter

Mein Kind, mir anvertraut.

Unsere Zeit miteinander - begrenzt.

Unsere Möglichkeiten miteinander - begrenzt.

Deine Möglichkeiten in dieser Welt - begrenzt.

Schmerz, Trauer, Wut in mir.

Hilflosigkeit und Ohnmacht in mir.

Und doch, trotz allem,

danke,

dass es Dich in meinem Leben gibt!

 

 

 Haiku

Wie ein Hauch von Glück

Spüre ich das helle Licht.

Regenbogenland!

 

 

Glück

Hand in Hand.

Mit dir auf der Gartenbank.

Sonnenlicht.

Durchflutet unser Sein.

 

Raupe

Raupe auf dem Blatt.
Sanft streicheln Sonnenstrahlen.
Schmetterlingsgefühl!

 

 

 
 

 

 Projekte & Organisationen & Vereine,

die ich unterstütze:

  

- Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben  www.dghs.de.

- Pflegeselbsthilfeverband:  http://www.pflege-shv.de

- Wingtsun mit Stefan Schmalz in Husum:http://www.wingtsun-husum.de/

 

WingTsun  -   dazu ein Artikel über den Trainer Sifu Stefan Schmaltz:

Konflikte schon im Vorfeld verhindern
Stefan Schmalz ist Wing-Tsun-Trainer. Einmal in der Woche gibt er in den
Husumer Werkstätten einen Selbstbehauptungskurs.  Durch Sprache, Gestik und
Körperhaltung  lernen die Schüler, Selbstbewusstsein auszustrahlen. Einer
von ihnen  ist  der blinde Tobias.

Husum/pri * Ein wenig fühlt man sich an Zatoichi erinnert, wenn Tobias Dose
mit seinem Wing-Tsun-Lehrer Stefan Schmalz trainiert. Denn genau wie der
Filmheld aus Japan ist Tobias blind. *Neben einer beruflichen Qualifikation
ist uns auch die Förderung der Gesamtpersönlichkeit sehr wichtig“, erläutert
Dagny Lohr, die Tobias’ Maßnahme in den Husumer Werkstätten für Menschen mit
Behinderung (WfB) begleitet. *Eigentlich bieten wir keine
Selbstverteidigungskurse an, aber in Tobias’ Fall haben wir eine Ausnahme
gemacht.“
Und das hat seinen Grund: Tobias hat manchmal Probleme mit rüden
Mitmenschen. Verständlicherweise hat er keine große Lust davon zu erzählen,
denn niemand berichtet gerne von der eigenen Hilflosigkeit. *Solche Typen
suchen Opfer, keine Gegner“, meint Stefan Schmaltz zu den Übergriffen und
erläutert die Ausrichtung seines Unterrichts. Einmal pro Woche gibt er in
den Husumer Werkstätten einen Selbstbehauptungskurs. Hier erlernen die
Teilnehmer durch Sprache, Gestik und Körperhaltung, Selbstbewusstsein
auszustrahlen. Richtig eingesetzt, können Konflikte so bereits im Vorfeld
verhindert werden.
Doch an Selbstbewusstsein mangelt es Tobias Dose nicht. Auch weiß er, dass
man körperlichen Auseinandersetzungen am besten aus dem Weg geht. Aber als
Blinder ist er in beiden Punkten klar im Nachteil. Wer sich in stockdunkler
Nacht an seiner Bettkante bereits den einen oder anderen blauen Fleck geholt
hat, der weiß, dass majestätisches Ausschreiten unter solchen  Umständen
meist  zu weiteren Blessuren führt. Auch das Sprichwort *Gefahr erkannt,
Gefahr gebannt“ lässt sich ohne Augenlicht schlecht umsetzen.
 *Im Wesentlichen geht es darum, Tobias ein besseres Körpergefühl zu
vermitteln,  und da ist Wing Tsun ideal. Denn wesentliche Elemente dieses
Kung-Fu-Stils sind Standfestigkeit und Balance. Durch seine Behinderung ist
Tobias recht steif, da hat es ein Angreifer leicht, ihn umzureißen“,
umschreibt Stefan Schmalz das Problem. *Die praktischen Übungen, Tricks und
Kniffe sollen ihm lediglich ein Gefühl dafür vermitteln, dass er auch als
Blinder nicht völlig hilflos ist. Mehr ist in den zehn geplanten
Unterrichtseinheiten auch nicht zu schaffen“.
Tobias, der sich in den Werkstätten sehr wohl fühlt und mit seiner Umgebung
gut zurecht kommt, würde sich freuen, in Zukunft eines der vielen anderen
Angebote wahrnehmen zu können.
*Ich würde gerne schwimmen“, gesteht er.


 

 

Autorengruppe CoLibri –

ein literarischer Vogel breitet seine Schwingen aus

Jeden 1. Samstag im Monat trifft sich um 19 Uhr eine ganz besondere Gruppe im Domcafé in Schleswig, Schleswig - Holstein: CoLibri, eine Gemeinschaft von Autoren.

CoLibri wurde als Autorentreff Schleswig von der damals in Schleswig lebenden Autorin Marion Kath ins Leben gerufen.“ erzählt der erste Vorsitzende dieser Gemeinschaft, Manfred Augustin. „Marion hatte über einen Zuschuss-Verlag ein Buch mit Lyrik und Kurzgeschichten von sich veröffentlicht und musste feststellen, dass ihr der Verlag nicht weiter half. Daraufhin suchte sie durch eine Kleinanzeige im September 2000 Kontakt zu anderen Autoren und Literatur-Interessierten. Nach wenigen Treffen an anderen Orten hatte sich dann schon bald der erste Samstag im Monat im Domcafé in Schleswig etabliert. Die erste öffentliche Lesung des Autorentreffs Schleswig fand in der Flensburger Stadtbücherei am 14. September 2001 statt. Damals überlegten wir, ob wir die Lesung wegen des 11. September noch kurzfristig absagen sollten, lasen aber dann doch. Schon bei dieser ersten Lesung kam unser Konzept zum Einsatz, zwischen den Autoren kurze Musikstücke zur Auflockerung zu spielen.“

Seit 2000 besteht nun dieser lockere Zusammenschluss von Autoren, die vor allem aus dem nördlichen Schleswig- Holstein kommen. Eine Gruppe, die sich aneinander reibt, gemeinsam Lesungen organisiert und zusammen an Texten der einzelnen Autoren arbeitet. Erfahrungsaustausch, Tipps, Anregungen, ernsthaftes Arbeiten an eigenen Texten und „abschnacken“ oder „schwätzen“ über den Literaturbetrieb in geselliger Runde gehören genau so dazu wie in den Jahren seit der Gründung das Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaft, die weiterhin offen ist für schreibende Menschen, sowohl für arrivierte Autoren als auch für Schreibneulinge.

Manfred Augustin ist einer der „alten Hasen“ aus der Autorengruppe wie die anderen beiden Vorsitzenden - Dr. Rolf Kamradek und Hans Max Werner - auch. So kann er auch leicht die Frage nach der Herkunft des Namens für diese Autorengemeinschaft beantworten: „Der Name CoLibri entstand, als wir einen griffigeren Namen mit Identifikationswert für die Gruppe suchten. Dabei stießen wir auf die Idee, dass co = miteinander und libri = Bücher zusammen CoLibri ergibt = zusammen Bücher (Werke) gestalten. Und der Kolibri als Vogel steht für die schillernde Vielfalt in den Werken der Autoren. Das Logo mit der als Vogel gestalteten Schreibfeder hat übrigens Dr. Rolf Kamradek entworfen und gezeichnet. Unsere Arbeitsweise ist seit den Anfängen grundsätzlich gleich geblieben. Heute wird nur intensiver an den Werken gearbeitet als in den Anfangszeiten; damals wurde noch mehr nur zugehört und nicht so tief analysiert wie heute. Auch wurde in den Anfangszeiten noch mehr über die geschäftliche Seite des Literaturbetriebs gesprochen, weil die Mechanismen des Business in der Gruppe damals noch nicht so bekannt waren wie jetzt.“

Seitdem präsentierten die CoLibris sich auf zahlreichen Lesungen als Gruppe und in Einzelveranstaltungen, u.a. in Schleswig, Husum, Busdorf, Eckernförde, Rendsburg und Flensburg. Besonders hervor zu heben sind die viel beachteten Lesungen im Landesmuseum für Volkskunde in Schleswig sowie die Veranstaltung zur 5-Jahres-Feier im Kulturzentrum Schleswig, zu der über 110 Gäste aus ganz Deutschland angereist waren. Seit dem Bestehen von CoLibri wurden bis 2006 bereits mehr als fünfzig Lesungen – aus eigenen Werken – vornehmlich in Schleswig-Holstein durchgeführt. Die Leseangebote reichen von expressiver Lyrik über Satire und Humor, niederdeutschen Beiträgen, Problemthemen und Krimiauszügen bis zu geselligen Weinabenden und Limericklesungen unter Einbeziehung des Publikums.

Der erste Vorsitzende von CoLibri, Manfred Augustin, ist bei den gemeinsamen Auftritten zumeist der „Mann mit der Gitarre“, der die Lesungen souverän moderiert und zwischen den einzelnen Texten mit klassischen und manchmal auch eigenen Kompositionen überleitet. Sein bisheriges künstlerisches Schaffen besteht im Wesentlichen aus weit über hundert deutschsprachigen Liedtexten, mehreren Dutzend Liedern sowie einigen kleineren Kompositionen, vorwiegend für Gitarre. Hinzu kommen Kurzgeschichten und die Mitarbeit an drei Theaterstücken.

Der 2. Vorsitzende, der „zuagroaste Bayer und reigschmeckte Schwob“ Dr. Rolf Kamradek, beschreibt in seinen Geschichten die Menschen so, wie sie sind – komisch. 1960 erhielt er den Scheffelpreis. Er hielt Lesungen in verschiedenen Bundesländern, auch mehrfach im Rundfunk.

Der 3. im Bunde, Hans Max Werner, ist bekannt für seine Tätigkeiten in Ost und West als Journalist, Gastwirt und Taxifahrer, vor allem aber als Rockmusiker, Songtexter, Komponist und Satiriker.

Die Liste der TeilnehmerInnen ist mittlerweile lang und viele Mitglieder sind keine unbekannten Autoren mehr. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle nur Kathinka Wantula, die 2007 die Krimistadtschreiberin von Flensburg war. Die CoLibris sind inzwischen eine anerkannte Gemeinschaft, deren Arbeiten sich hören und lesen lassen können. Und sehen lassen, denn auch die Malerin Gudrun Thomas-Feuker und der künstlerische Fotograf Ingo Brenner gehören zu den Mitgliedern, beide erschaffen gelungene Kompositionen aus ihren Texten und Bildern.

Zusätzlich zu dem festen Treffen am Samstag splittet sich der Kreis der CoLibris in Arbeitsgemeinschaften, um ein besseres Arbeiten zu ermöglichen: die Krimi/Roman- AG und die Lyrik/ Kurzprosa/ Romanauszug- AG, die sich regelmäßig im Domcafé zu gemeinsamen Terminen verabreden. Die Arbeitsweise in den AGs ist weit entfernt von den üblichen Schreibzirkeln, in denen der Stil des Einzelnen oft massenkompatibel umgeformt wird. Die gegenseitige Hilfe zollt den Inhalten Respekt, feilt aber an Aufbau und Stil. Eine konstruktive Kritik bewahrt den Autor vor Pannen bei öffentlichen Lesungen oder Vorstellungen bei Verlagen. Außerdem gibt es inzwischen Vernetzungen mit anderen Autorengruppen aus Schleswig – Holstein  und gemeinsame Veranstaltungen.

Wer Interesse hat, mal bei den CoLibris reinzuschnuppern, der kann sich über die Homepage www. autorengruppe-colibri.de mit den Vorsitzenden der Gruppe in Verbindung setzen. So bin auch ich vor einigen Jahren zu den CoLibris gekommen.

Sabine Marya

 

 

email an Sabine Marya:

sabine @ marya. de ( Spamschutz, bitte abschreiben)

 



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